Spannender Neubau des Kantonsspitals Baden

Wer auf der Autobahn A1 Richtung Zürich fährt, sieht nach der Verzweigung Birrfeld auf der rechten Seite unweigerlich die imposanten Baukräne stehen. Fünf fix installierte Stück davon ragen in den Himmel und gehören zum Neubauprojekt des Kantonsspitals Baden (KSB). Sie verteilen die Baumaterialien auf einer der grössten Baustellen des Kantons. Dokumentiert wird dieses Projekt von einer Baustellen-Webcam.

Das aktuell bestehende Gebäude des Kantonsspitals Baden eröffnete im Jahr 1978. Nun, 43 Jahre später, laufen die Arbeiten für einen Neubau auf dem KSB-Areal. Während die Baukräne Material verteilen, Menschen hin- und herlaufen, Mitarbeitende Abläufe diskutieren und am Neubau arbeiten, dokumentiert eine Baustellen-Webcam jeden Schritt.

450-Millionen-Projekt

Das Kantonsspital Baden hat sich bewusst für einen Neubau, anstatt einer Sanierung des bestehenden Gebäudes entschieden. Ausschlaggebend für diesen Entscheid waren mehrere Gründe. Zum einen ist eine Renovation des Gebäudes ungefähr gleich teuer wie ein Neubau. 450 Millionen Franken kostet das Projekt. Ausserdem hätte eine Renovation sich negativ auf das Wohlbefinden der Patienten und Patientinnen sowie des Personals ausgewirkt. Zum anderen hätten auch die bestehenden Strukturen des Gebäudes nur schwer geändert werden können. Da heute – im Gegensatz zu früher – viel mehr ambulant statt stationär behandelt wird, sind neue Gebäudestrukturen unerlässlich, um die neuen Prozesse zu unterstützen.

Architektur unterstützt den Heilungsprozess

Der Neubau orientiert sich am Prinzip der heilenden Architektur. Studien gehen davon aus, dass gewisse Bauelemente den Heilungsprozess der Patientinnen und Patienten begünstigen können. Miteinbezogen in die heilende Architektur werden beispielsweise Lichtverhältnisse, Gerüche, Materialien aber auch die Einbindung in die umliegende Natur. Das neue Haus ist ausserdem modular aufgebaut. So können in Zukunft auch nur einzelne Teile des Gebäudes ersetzt werden, wenn ihre Technologie überholt ist.

Hohes Tempo des Bauprojektes

Das Bauprojekt, das vom Zürcher Architekturbüro Nickl + Partner umgesetzt wird, nennt sich Agnes. Agnes war eine Königin, die im 14. Jahrhundert das erste Spital in Baden erbauen liess. Besonders an diesem grossen Bauprojekt ist unter anderem das hohe Tempo des Projektfortschritts. Nur drei Jahre sind zwischen der Ausschreibung des Projektwettbewerbs bis zum Erhalt der Baubewilligung vergangen. Erleichtert hat diesen Prozess, dass keine einzige Einsprache oder Beschwerde eingereicht wurde. 30 A4-Ordner mit 800 Quadratmeter Plänen umfasste das Baugesuch, welches das Kantonsspital im November 2017 bei der Stadt Baden einreichte. Wenige Monate später, Ende August 2018, erfolgte der Spatenstich. Die Eröffnung des Neubaus ist auf Ende 2022 geplant.

Baustellen-Webcam dokumentiert jeden Schritt

Die Baustelle ist eine der grössten des Kantons Aargau. Dies und der rasche Baufortschritt machen das Projekt interessant für Medien, Anwohner und Anwohnerinnen, aber auch die breite Bevölkerung. Damit sich diese Personen stets über den aktuellen Stand informieren können, hat das Kantonsspital Baden eine Baustellen-Webcam auf dem Areal installiert. Diese schiesst in regelmässigen Abständen Fotos und veröffentlich diese auf der Webseite. Ausserdem können die Bilder aneinandergereiht werden – so entstehen spannende Zeitraffervideos, die den Baufortschritt eindrücklich aufzeigen. Baustellen-Kameras eignen sich aber nicht nur für solch grosse Projekte. Auch kleinere Baustellen profitieren von der Dokumentation mit einer Webcam. Für ein unverbindliches Angebot melden Sie sich gerne bei uns.